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Gute Nachrichten (7. April 2020)

Kinder sind kaum betroffen, Frauen nur etwa halb so stark wie Männer und vor dem Rentenalter nur wenig (Tagesschau, 4. April)

Ich und mein Team stehen an Ihrer Seite. Wir treiben die Modernisierung der gesamten NotenBox-Familie konsequent voran (iPadOS / Android mit voller NotenBox Funktionalität sind für Herbst 2020 geplant, Windows im Frühjahr 2021). Zudem auf unserer Roadmap, z.B.: Serveranbindung, keine Begrenzungen bei Notizen / Arbeiten / ... , vereinfachter Datenschutz, Dokumentenverwaltung, Synchronisation im Hintergrund, ...

Ihre Akzeptanz der 3-Jahres Lizenz (ab Sommer 2-Jahre)* sichert Ihnen die kontinuierliche Weiterentwicklung der NotenBox-Familie für Ihre zukünftigen Bedürfnisse und uns die Existenz

Andreas Winter, Egg, Paradies 7

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Mut Macher, anspruchsvoll, wie das Leben


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Wir planen zwei statt drei Jahre, weil der Wandel beschleunigt wird und sich der Geldwert normalerweise nach einer Epidemie erst im Laufe der Zeit wieder stabilisiert. Die Lizenz umfasst das Komplettpaket „NotenBox“ (Windows, macOS, Android, iPadOS, Chromebook: mit voller Funktionalität. Und iPhone)


„Hier haben Sie mir Mut gegeben, den ich (hoffentlich) später an die mir anvertrauten Kinder und die Gesellschaft weitergeben darf“

L.M. (Grundschullehrer, Würzburg)


Als Unternehmer ist es besonders wichtig die Zukunft gut einschätzen zu können. Eine Fehleinschätzung kann Folgen für die Menschen, die für mich arbeiten und für Sie, meine Kunden haben - dieser Verantwortung bin ich mir bewusst. Und ich hafte für AWIN-Software persönlich, mit allem was ich habe.

Natürlich ist es auch für mich nicht einfach, als Sohn, Vater und Teil unserer Gesellschaft, akzeptierend damit umzugehen, was uns voraussichtlich erwartet: als Gesellschaft lernen eine erhöhte Todesrate in der älteren Bevölkerung zu akzeptieren (Professor Dr. Christian Drosten, Details unten). Aber es ist möglich: weil aus meiner Perspektive dem was wir verlieren werden und loszulassen haben mehr gegenüber steht was wir gewinnen können.

Perspektive

Es ist abzusehen, dass die Lehrerschaft nach der Epidemie etwas verjüngt und weiblicher ist. Und die Klassen etwas größer, die Schüler motivierter und die Eltern wertschätzend. Die Schulen und Lehrer werden deutlich besser mit Arbeitsmitteln, insbesondere digitalen, ausgestattet werden. Die öffentliche Hand wird in die Zukunft investieren, und es werden im Bildungsbereich auch die Mittel dazu frei, weil die Lebenserwartung sinkt.

Meiner persönlichen Einschätzung nach können und werden wir in Deutschland die Epidemie relativ schnell durch das Land gehen lassen, kontrolliert und stabil. Das empfinde ich und viele, denen ich dies sage, als gute Nachricht: weil damit dauert es nur kurz und wir können die Kinder(Generation) heil durch diese Zeit bringen.

Basis

Meine Einschätzungen habe ich anhand der vor 2 Wochen veröffentlichten Simulationsmöglichkeit gewonnen und durch viele Gespräche. Außerdem durch beobachten der Menschen um mich herum, der Tagesschau Homepage, durch akzeptierendes logisches Denken und, da vieles noch im Nebel ist, etwas Intuition. Alles auf Basis der Aussagen unserer Kanzlerin (man kann nur noch verlangsamen, etwa zwei Drittel der Deutschen werden in 1-2 Jahren infiziert sein und zwanzig Prozent der Menschen mit Symptomen haben schwere Verläufe) und auf Basis der folgenden Aussage vom führenden Experten Deutschlands, Professor Dr. Christian Drosten (z.B. 4. April 2020 auf Deutschlandfunk.de): "man müsse nun so schnell wie möglich einen Impfstoff herbeizaubern , wenn man als Gesellschaft nicht eine erhöhte Todesrate in der älteren Bevölkerung akzeptieren wolle". Da ich an diese Art Wunder nicht glaube, habe ich für mich nach der Rede der Kanzlerin am 18. März einen Weg gesucht um mit der erhöhten Todesrate der älteren Bevölkerung, die uns erwartet, akzeptierend umzugehen. Daran möchte ich Sie nun teilhaben lassen. Das ist mein persönliches Geschenk an Sie.

Wenn man selbst mit der Simulation arbeitet bekommt man ein gutes Gefühl dafür, was passieren wird, begreift besser, als wenn man nur Zahlen/Einschätzungen geliefert bekommt (Simulation covidsim 1.0 für den Epidemie Verlauf, die vor zwei Wochen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde). Mein Ergebnis: die Zahl der Menschen, die aufgrund des Infekts in ein anderes Leben gehen, ist seit dem Moment des Ausbruchs in Europa und den Vereinigten Staaten kaum mehr beeinflussbar, ist Schicksal, ist schon bestimmt. Wir kennen sie nicht - sie ist im Wesentlichen bestimmt dadurch, wie viele Menschen so schwere Infektionsverläufe haben, dass sie, um den merkwürdigen Begriff der Schulmedizin zu verwenden, "intensivpflichtig" würden ("Pflicht" empfinde ich merkwürdig, weil es ja in der Regel um Erwachsene geht, die normalerweise selbstbestimmt handeln sollen und dürfen). Soweit ich verstanden habe also Beatmung, und all das was dazu gehört, bräuchten, damit ihnen dieses Leben verlängert würde.

Die Zahl der Menschen, die durch die neue Lungenkrankheit aus diesem Leben scheiden, würde sich nach meiner auf dieser Basis gewonnenen Einschätzung auch kaum ändern, wenn wir in Deutschland in eine so tiefe Quarantäne wie in Asien gingen und die Epidemie sehr stark strecken würden. Weil unser Medizinsystem und die Menschen, die dort arbeiten, können nur dann längerfristig fast übermenschliches leisten, wenn ein relativ großer Teil der Bevölkerung außen herum zu arbeitet und Halt gibt, also nicht in Starre oder gar Angst verharrt. Wir haben nämlich keine Milliarde Menschen um uns herum, die uns und das Medizinsystem versorgen könnten (und wir haben eine andere Mentalität).

Dass wir uns daranhalten, an die Vorgaben zur Reduzierung der Infektionsketten, ist jetzt natürlich gut und wichtig, um uns Zeit zum Durchatmen, mental und körperlich, zu verschaffen. Und Zeit, damit sich der Staat und das Medizinsystem besser auf die Epidemie vorbereiten können. Und Zeit, um uns auf die erhöhte Todesrate der älteren Bevölkerung akzeptierend einzustellen, persönlich und als Gesellschaft.

Die relative Unbeschwertheit, die hier bei mir im ländlichen Bereich Ende März / Anfang April noch zu spüren ist - in der Ruhe vor dem Sturm (Minister Spahn am 27.März) - fand ich zunächst etwas befremdlich, empfinde es inzwischen aber als Glück (es liegt einfach daran, dass noch niemand von uns eine ähnliche Epidemie erlebt hat: damit hat man auch keine konkrete Vorstellung davon, was es bedeutet, wenn viel mehr Menschen krank sind oder in ein anderes Leben gehen, als wir gewohnt waren).

In den Vereinigten Staaten zeichnet sich ab was passiert, wenn die Angst älterer und alter Männer (der am meisten durch den Infekt betroffenen Bevölkerungsgruppe) das Handeln bestimmt, auch auf präsidialer Ebene (ich hab nachgelesen: sich über andere zu erheben dient Menschen dazu die eigene Verletzlichkeit zu schützen). Die Überheblichkeit dort führte zu den ungewohnt schnell ansteigenden Zahlen von Todesfällen, die wir von dort vor und nach Ostern gemeldet bekommen werden / haben (wie gesagt, machen Sie sich bitte nichts vor: die Zahl der Menschen, die bei uns durch den Infekt in ein anderes Leben gehen, wird voraussichtlich prozentual gesehen in der selben Größenordnung liegen wie in den anderen westlichen Wohlstands- und Überflussgesellschaften. Die beste verbleibende Möglichkeit ist, nach meiner festen Überzeugung, das zu akzeptieren und darauf aufbauend möglichst gut zu handeln).

Akzeptanz

Ich bin sehr froh, dass ich die nächsten Monate hier in Deutschland sein werde, und, dass wir am Beginn des Frühjahrs stehen, und froh, dass wir eine Kanzlerin haben (diesmal können wir sie nicht im Regen stehen lassen, diesmal geht es um uns selbst). Es gibt, denke ich, kaum einen besseren Platz auf der Erde und keine bessere Jahreszeit, um gut durch die Zeit zu kommen.

Dass wir mit dem deutschen Medizinsystem einen mehrfach so großen Tropfen auf den heißen Stein wie Italien haben, ändert meiner Einschätzung nach nichts grundsätzlich daran, dass nun wieder maßgeblich das Schicksal entscheidet wer gehen darf und wer bleibt (der Gedanke ist ungewohnt, für uns, ja. Und ja, diese Einsicht ist schmerzhaft, und war es auch für mich. Und das Erleben wird noch schmerzhafter werden).
Vieles von dem, was wir jetzt an Ostern 2020, insbesondere in Europa und den Vereinigten Staaten erleben, sind Versuche das nun Unabwendbare abzuwenden, entstehen aus "nicht wahr haben wollen" und "weil nicht sein kann was nicht sein darf". Und einige dieser Versuche erzeugen mehr Leid als nötig.
Khalil Gibran in "Der Prophet" beschreibt Schmerz als das Zerbrechen der Schale, die das Verstehen umschließt, und: "Vieles von eurem Schmerz ist selbst gewählt. Er ist der bittere Trank, mit dem der Arzt das kranke Ich heilt". Und dass erlebte Trauer und erlebte Freude Gegenspieler sind: das Eine ist ohne das Andere nicht dauerhaft möglich.

Ich wünsche mir sehr, dass mein Absatz unten, was meine Anmerkung z.B. zu den Pflegeheimen betrifft, nicht falsch verstanden wird. Deshalb erzähle ich hier zuerst, welche Erlebnisse ich geschenkt bekam, die letzten Jahre.

Die zwei beeindruckendsten Menschen, die ich erlebt habe, waren beide gelähmte Männer im Rollstuhl. Ich habe sehr viel von ihnen gelernt, und W. wäre ohne Intensivmedizin nicht mehr am Leben gewesen, als er in mein Leben trat. Jeder von ihnen war sehr wertvoll und ein Vorbild für mich und andere, und für unsere Gesellschaft überhaupt. Vor allem dadurch, wie akzeptierend sie mit ihrem Schicksal umgingen. Und natürlich beeindruckt es tief, wenn es für einen Menschen schon ein Glück ist, ein Glas selbst halten zu können - auch wenn es zwei Minuten dauert.
H. aus meiner Zivildienstzeit ist schon vor vielen Jahren gestorben - ich betreute ihn ein Jahr lang zusammen mit seinen wunderbaren Eltern, die viele Jahre ihres Ruhestands dafür gaben, dass er bei ihnen leben konnte, als komplett gelähmter blinder Mann. Er war ein ganz normaler Erwachsener und er pochte darauf, dass er auch so behandelt wird - mit allem was ihm geblieben war: die Stimme (er war Schauspieler gewesen) und der Kopf, den er auch im Sitzen heftig bewegen konnte - wenn er mal wütend war.
Mein Freund W. starb erst vergangenes Jahr, und aus heutiger Sicht ist das auch gut so: er und seine Frau hatten sich die letzten Jahre darauf vorbereitet, dass sie sich, wenn es soweit ist, gegenseitig in ein anderes Leben entlassen. Und so ging er dann friedlich, bei klarem Verstand, im Kreise seiner Lieben, zu Hause - gut medizinisch versorgt, also schmerzfrei. Er entschied, dass er sich diesmal nicht in eine Klinik einweisen lässt (was aufgrund seiner Infekt-Anfälligkeit vorher regelmäßig nötig war). Seine Frau, meine "ziemlich beste Freundin", sagt, dass er dies auch getan hat, um ihr wieder ein selbstbestimmtes Leben zu schenken. Ein Leben, in dem sie sich selbst die Fürsorge geben kann, die sie braucht. Und, dass er es konnte, weil sie eineinhalb Jahre zuvor ihr "lass mich bitte nicht allein" zurückgenommen hatte (es war ein gefühltes Band aus früheren Zeiten gewesen).
Nach seinem Tod ließ sie sich eine Pusteblume mit wegfliegenden Samen auf die linke Schulter zeichnen (loslassen ist der Schlüssel zum Glück) und auf den Arm seine Lebensphilosophie, die ein Zitat von Karl Valentin ist:

"Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich das nicht tue regnet es ja auch… „

Das meinte ich mit: "akzeptierend umgehen". Umgehen damit, dass jedes Leben hier nur eine begrenzte Zeitspanne dauert - was zum Glück für jeden gleich und ab dem Moment der Geburt gilt. Das zu akzeptieren und in seiner Tiefe zu begreifen scheint unserer Gesellschaft nun bevorzustehen.

Kann man überhaupt ein "Leben verlieren"? kann man einen Menschen "verlieren"? Ich zumindest spüre W. noch, er ist da, und auch meine Mutter war es viele Jahre lang. Ob in mir als Echo der Vergangenheit oder als Gefühl aus der "unsichtbaren Welt" (kath. Glaubensbekenntnis) oder aus der "unvergänglichen Welt" (Carl Gustav Jung) - wer weiß das schon? (das können nur Sie selbst für sich selbst wissen / fühlen). Ich sage Ihnen jetzt auch nicht meine Wahrheit, weil alle "Wahrheiten" in diesem Bereich richtig und falsch zugleich sind.

Menschen in ein anderes Leben gehen lassen

Was die Menschen angeht, die durch die neue Lungenkrankheit aus diesem Leben in ein anderes übergehen werden (wie würde Ihre Formulierung lauten?).
Bedenken Sie: es ist jetzt wieder so, wie es seit Menschengedenken ist: wenn jemand durch Krankheit oder Alter dem Tod entgegen geht oder seine Zeit, warum auch immer, gekommen ist, wird dies sehr häufig durch eine Lungenentzündung beschleunigt, was die meisten Menschen als Gnade empfinden. Ich habe noch keinen alten/älteren Menschen gefunden, der sagt: "ich möchte lieber gerettet werden und meine restlichen Jahre im Pflegeheim verbringen". Dass dieses "Retten" offensichtlich bisher oft geschah ist in der jetzigen Situation hilfreich: wir haben mehrfach so viele Intensivbetten wie Italien und viele andere Länder. Hilfreich vor allem dann, wenn wir sie verantwortungsbewusst nutzen:

Wir sollten den Frauen und Kindern den Vortritt lassen, so wie es früher guter Brauch war. Und den Vortritt denjenigen, die mitten im Leben stehen. Für die, die ihre Frau, ihren Mann stehen, um uns durch die Epidemie zu bringen (und Risiken dafür eingehen). Und für die, die danach Zukunft bauen, wie z.B. der Mutter und dem Vater kleiner Kinder, der Lehrerin und dem Lehrer oder dem aktiven Landwirt…

Natürlich habe ich das auch mit meinem Vater besprochen und der sagt als 85-jähriger Mann mit Vorerkrankungen: "wann meine Uhr abgelaufen sein wird, ist sowieso schon bestimmt. Es spielt keine Rolle ob ich vom Fahrrad falle oder an was anderem sterbe. Ich hatte ein langes, erfülltes Leben". Ich finde er hat recht, er ist weit gekommen in diesem Leben. Er hat schon vor über einem Jahr alles vorbereitet und geregelt, für uns, seine Söhne, und für sich. Und schon immer darum gebeten, dass man sein Leben nicht künstlich verlängern solle. Seine Gebete, was das betrifft, sind für die nächste Zeit erfüllt worden und ich könnte mir gut vorstellen, dass man das in Zukunft immer respektiert - selbst, wenn man noch einen Arzt holt. Bisher war das nicht so, wurde mir erzählt: als der Arzt gerufen wurde glitt es den Angehörigen aus den Händen, gegen den früher ganz klar und wiederholt von der alten Frau ausgesprochenen Willen. Und meine ziemlich beste Freundin hat mir noch kürzlich dazu gesagt, dass ein Arzt wegen seinem Schwur gar nicht anders handeln dürfe.

Soweit mir gesagt wurde, hat Leben retten um jeden Preis in den vergangenen Zeiten des Überflusses uns nicht nur eine sehr gute Ausstattung zur intensivmedizinischen Behandlung gebracht, sondern auch eine ungewöhnlich hohe Zahl von Menschen in Pflegeheimen (2017 über 700 Tsd., laut Wikipedia):

2001, als mein Vater meine todkranke Mutter pflegte, wurde auch meine Oma ein Pflegefall. Er und meine Tante, sie war in der Nachkriegszeit Kinderkrankenschwester gewesen, besuchten deshalb ein Pflegeheim in der Nähe. Sie kannte das nicht, so seine Erzählung, und sie war schockiert. In diesem Erschrecken fragte sie beim Nachgespräch den Pflegeheimleiter: „was tun sie hier?“, „das ist ja furchtbar!“. Er antwortete in ruhigem, sachlichem, Ton, mit einer Handbewegung in Richtung der Räume der Bewohner, dies: „das ist das Produkt unserer Ärzte“ -

Mir wurde vielfach von Menschen, die Angehörige oder Freunde besuchen, erzählt, dass der überwiegende Teil der Menschen in den Pflegeheimen dement sei – körperlich anwesend.
Die Menschen dort dürfen zu einem guten Teil voraussichtlich bald gehen. Das heißt, die Pflegeheime sind dann Hospize, aber bei genauerer Betrachtung waren sie das wohl schon immer, nur die Zeiträume werden kurzer (danke, M. , fürs Augen dafür öffnen).

Wie viel mehr Menschen dieser Welt, die am Anfang ihres Lebens stehen oder in der Mitte, hätte man mit demselben Aufwand medizinische Grundversorgung geben können? Sind es 10 mal, 100 mal oder 1000 mal so viele? Wer weiß das schon? ... auch dies hat mir erst jetzt der Virus bewusst gemacht, falsch angefühlt hatte es sich auch früher schon. Den Satz „wir können doch niemanden einfach sterben lassen“ empfinde ich vor diesem Hintergrund jetzt, so absolut ausgesprochen, äußerst fragwürdig - und wie gesagt: der Virus schafft sowieso schon Tatsachen, unabhängig von unserer Meinung. Es scheint mir nun so, als ob wir früher, als Weltgesellschaft, viele wo anders früher gehen ließen und uns hier bei uns gleichzeitig den Luxus gönnten körperliches Leben künstlich zu verlängern und aufwändig zu versorgen. Und es scheint, dass wir dies hier bei uns in Deutschland deutlich mehr als die meisten anderen westlichen Wohlstands- und Überflussgesellschaften taten.

In die Zukunft gehen - was lehrt uns der Virus und welche Chancen eröffnet er

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: ich sage hier nicht, dass es so sein soll, dass Menschen ohne Zahl in ein anderes Leben gehen. Ich sage nur: die Natur tut es - wir können daran nichts (mehr) ändern - außer unseren Umgang mit dieser Tatsache. Wir sind nicht mehr die Herren über Leben und Tod, es war ein Fehler uns so zu fühlen, es stand uns nicht zu. Ob wir das, was die Natur / Schöpfung nun tut als richtig empfinden oder als falsch (bzw. zum Verzweifeln) betrifft nur jeden selbst. Es ist die Konsequenz unseres früheren (nicht) Handelns. Wir hatten da offensichtlich als (Welt)-Gesellschaft als Ganzes etwas falsch verstanden und die Natur gibt uns jetzt die Chance zu lernen und das in Ordnung zu bringen, was aus den Fugen geraten war (sie können je nach Ihrer Weltanschauung statt "Natur" hier "Schöpfung", "Evolution", "Gott" oder was oder wen auch immer einsetzen. Und dieser neue Virus(stamm) ist Teil der Schöpfung, Teil der Natur geworden).

Als Glück empfinde ich, dass ich, und unsere Gesellschaft als Ganzes, viele Konsequenzen unseres früheren Handelns und nicht Handelns jetzt selbst erleben darf, nicht erst die nachfolgenden Generationen. Ich glaube nämlich, dass das, was mir mit diesem Virus geschehen ist - die Augen öffnen für mich selbst, für unsere Gesellschaft - nun Viele erleben werden. Und wir werden die Menschen um uns herum besser kennenlernen, insbesondere die, die sich altruistisch geben aber nicht aus Mitgefühl handeln.

Ich würde mir wünschen, dass damit nicht nur mir, sondern unserer Gesellschaft als Ganzes, bewusster gemacht wird, dass mein und unser oft gedankenloses aus dem Vollen schöpfen jemandem anderen (heute oder in der Zukunft, hier oder woanders) etwas wegnimmt. Und ich zeige nicht nach außen, ich habe das mitgelebt, mitgetragen – das war falsch von mir.

Als Glück empfinde ich, dass wir jetzt die Gelegenheit bekommen, etwas wieder gut zu machen - Sie, ich, jeder, und wir alle gemeinsam: unsere Kinder(Generation) gut durch diese Zeit bringen, das ist in unserer Hand. Die Infrastruktur am Laufen halten, Stabilität geben, und nach dem Durchlauf der Epidemie Wohlstand und Sicherheit. Deshalb schreibe ich hier.

Und als Glück empfinde ich, dass wir es in der Hand haben was wir daraus lernen, für die Zukunft, damit es nie wieder soweit kommen wird. Es sollte nie wieder so weit kommen, dass eine Mutter aus Deutschland sich fragt, ob sie ihren drei erwachsenen Kindern etwas Gutes getan hat, indem sie ihnen das Leben schenkte (eine befreundete Frau, vor längerer Zeit). Nie wieder soweit, dass einer Kindergeneration um ein Haar eine weniger lebenswerte Welt hinterlassen würde, als ihre Elterngeneration geschenkt bekam. Und nie wieder soweit, dass ein Kind vor der UN-Vollversammlung, also vor jedem Menschen dieser Welt, vor mir, vor Ihnen, auf die intensivste Art, die ihm möglich ist, um Zukunft betteln muss. Schon allein diese Tatsache, und dass sie recht hatte, heißt: wir Erwachsenen dieser Welt als Ganzes hatten versagt, auch ich, in der alten Welt, die in dieser Form nun Geschichte werden soll. Lassen Sie uns das, was uns bevorsteht, als Chance für eine tiefgreifende, nachhaltige Veränderung begreifen.

Wie wird sie werden, die Welt danach ?

"Es kommt jetzt auf Sie an, auf jeden Einzelnen" - auch das hat uns die Kanzlerin mit auf den Weg gegeben.

Jetzt lernen diejenigen die bleiben, die danach noch hier sein sollen und dürfen: sehr viel, sehr schnell, intensiv und nachhaltig.


Danke, dass Sie mir so weit gefolgt sind. Drei gute Dinge möchte ich Ihnen nun gerne mitgeben:

das Album "Haut und Haar" live, von Hubert von Goisern ("Regen", "Juchitzer", "Siagst as", "Leben",..)
Explosion der Lebensfreude vom 22. März: www.tagesschau.de/ausland/italien-coronavirus-125.html
Und mein Wunsch für Sie: Kommen Sie gut durch die Zeit


andreaswinter2015

Andreas Winter      Egg an der Günz, im Paradies 7    am   7. April 2020

Dipl. Ing. Elektrotechnik (FH), Vater, Sohn, 51 Jahre alt, Teil unserer Gesellschaft, Unternehmer, ziemlich Bester Freund, Erfinder, "Erfinder" der NotenBox, Europäer, Deutscher, Bayer, Nachbar, Schwiegersohn, ... Mensch






Historie:
Gute Nachrichten März

Kopie der E-Mail an Professor Dr. Drosten am 7. April 2020 zu seinen Überlegungen sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen